In der Welt des Egobewusstseins, wo die verschiedenen Göttervorstellungen und Göttererzählungen beheimatet sind, gibt es auch die Vorstellung der Geburt des Antichristen. Einige verstehen darunter ein Wesen, das das gesamte Böse symbolisiert und verkörpert, welches in einer Endschlacht, der Apokalypse, gegen das Symbol und die Verkörperung des Guten, den Christus, antritt. Da hierbei besonders auf die Verkörperung dieses Wesens fokussiert wird, wird hierbei die Geburt dieses Wesens als vornehmlich physischer Vorgang gefasst. Das Ende der Endschlacht stellt dann den Beginn eines qualitativ verschiedenen Zeitraumes dar, der als Ewigkeit bezeichnet wird. Das Zeitverständnis ist hierbei rein linear, problematisch ist hierbei die Vorstellung, dass die Ewigkeit einen Anfang hätte, es also auch einen Zeitraum vor der Ewigkeit gäbe. Wer eher ein zyklisches Zeitverständnis bevorzugt, sieht in dem Begriff der Ewigkeit einen sich unendlich selbst erneuernden Zeitraum. Hierdurch kann dann die Vorstellung der Geburt des Antichristen auch eine veränderte Bedeutung erhalten, wenn sie als Metapher für den Beginn einer neuerlichen Kreisbewegung aufgefasst wird. Der Name Luzifer bedeutet „der Lichtträger“. Und wie bei der Geburt eines Kindes sind seine Motive anfangs noch unschuldig und lauter. Er symbolisiert den Lichtträger, dessen Bewusstsein zu sehr ins Unbewusste abgeglitten ist und der dadurch in Angst geraten ist. Dadurch ist er auch nicht mehr in der Lage, die Kausalzusammenhänge vollständig zu erkennen, weswegen er meint, Ordnung selbst erst herstellen zu müssen. So kommt es zum Wahlspruch derer, die letztendlich auch die NWO, die neue Weltordnung, herzustellen versuchen: Ordo ab chao (Ordnung aus dem Chaos). Erst im Zuge der Umsetzungsversuche kommt es dann zu einer immer größer werdenden Pervertierung der anfänglich noch lauteren Motive, zu einer immer stärker durch das Ego geprägten Vorstellung von Ordnung. Der Fall Luzifers, sein Absinken ins Egobewusstsein, wird auch durch das Symbol des verlorenen Sohnes gefasst. Der Anfang der Kreisbewegung stellt das Verlorengehen des Sohnes dar, das Ende der Kreisbewegung seine Rückkehr nach Hause. Wenn der verlorene Sohn wieder an des Vaters Türe klopft, so wird dieser ihn nicht abweisen, sondern in Liebe mit offenen Armen empfangen. Liebe bedeutet allerdings niemals eine Verleugnung der Wahrheit oder den Wunsch, einfach alles mit Zuckerguss überziehen zu wollen. Der verlorene Sohn wird erst dann in der Lage sein, wieder an die Tür des Vaters zu klopfen, wenn er nicht mehr auf falschen Wegen wandelt und ihm das Ausmaß seiner Irrtümer nicht länger das Erkennen der Tür vereitelt. Am Ende der Kreisbewegung kommt es also zu einer Rückkehr der Bewusstseinsanteile, die in die Wahrheit zurückkehren wollen, während diejenigen Bewusstseinsanteile, die weiterhin auf selbstsüchtigen Wegen wandeln wollen, der Tür fernbleiben. Am Beginn der neuerlichen Kreisbewegung kommt es darüber hinaus wiederum zu einem Fall derjenigen Bewusstseinsanteile, denen es an Liebe mangelt und die sich die Herstellung einer von ihrem Ego geprägten Ordnung wünschen. Dies wird leider auch gerade diejenigen Lichtträger umfassen, die sich selbst als Lichtkrieger verstehen, denen es aber an Mitgefühl mangelt, die die an die Tür klopfenden Söhne hartherzig zurückweisen, wobei sie sich selbst für erhaben über andere halten und sich zur Verwirklichung einer von ihrem Ego geprägten Ordnung berufen fühlen. Das trifft natürlich besonders auf jene Bewusstseinsanteile zu, die sich selbst dabei stets an vorderster Front sehen, die ihnen Folgenden anführend, wobei ihnen keiner gleichkommen kann, kein anderer in der Lage sei, ihre außergewöhnlichen und unentbehrlichen Leistungen zu erbringen. Dies sind die gegenwärtig vielfach auftretenden falschen Messiasse, eine Königsposition beanspruchend, zunächst auch noch vielfach unschuldig und lauter, aber eben dabei, ihre Geburt als Antichrist zu vollziehen, abermals den Weg Luzifers beschreitend.
Die wirklich einzig wichtigen Schlachten, die es zu schlagen gilt, sind der Kampf gegen die eigenen Irrtümer und die eigene Angst. Dafür muss man sich allerdings auch auf seine Irrtümer und auf seine Ängste einlassen und nicht nur vor ihnen die Augen verschließen oder vor ihnen davonlaufen. Man sollte auch nicht der Meinung sein, dass man sich nur hinzusetzen brauche, um darauf zu warten, dass einem andere die eigene Verantwortung und Lasten abnehmen werden und man ihnen danach nur nachzulaufen brauche. Wer Wandel wünscht, der muss ihn selbst zum Ausdruck bringen. Ebenso beinhaltet der Glaube an die Wahrheit auch die Bereitschaft, für sie einzustehen.
Eine Linie hat Anfang und Ende. Ein Kreis ist eine in sich selbst zurück gekrümmte Linie, die eine unendliche Bewegung ermöglicht. Lässt man einen Kreis um seinen Mittelpunkt selbst rotieren, so erhält man eine Kugel. Auf der Oberfläche der Kugel sind wiederum komplexere Bewegungsmuster möglich als auf einer Kreisbahn.
Wenn ich alles richtig interpretiere, kann G. Stankov zum Antichristen mutieren.
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Auf die Möglichkeit dazu gilt es hinzuweisen. Zum einen im Selbstinteresse Georgi Stankovs und Jahn J Kassls, zum anderen im Interesse derer, die ihnen folgen. Wenn man die Geburt des Antichristen nicht als Verkörperung versteht, sondern als die Verwirklichung eines spezifischen Bewusstseinszustandes, dann bringt dies natürlich auch mit sich, dass dieser Zustand nicht nur durch eine einzelne Person repräsentiert werden kann, sondern zum einen durch den gesamten damit verbundenen Kausalzusammenhang (z.B. steht ein Führer ja nicht für sich allein, sondern immer auch im Zusammenhang mit den Angeführten), zum anderen durch die Frage, wer alles in welcher Weise welche Energie durch Aufmerksamkeit auf diesen Zustand lenkt. Man sollte die Vorstellung der Geburt des Antichristen also eher als ein aus verschiedenen Stücken zusammengesetztes Puzzle betrachten, nicht nur als ein losgelöstes Einzelstück, das durch eine einzelne Person repräsentiert werden würde.
Diejenigen, die darauf hoffen, dass man sie irgendwohin tragen würde, die ihre Verantwortung und Lasten abgenommen bekommen möchten, die glauben, dass es ausreichen würde, anderen hinterherzulaufen, die werden wohl auch ihre Erfahrungen mit falschen Messiassen machen.
Diejenigen, die sich als Götter über andere setzen wollen, weil sie meinen, Ordnung ins Chaos bringen zu müssen, weil sie die vorhandene Ordnung nicht zu erkennen vermögen und auch blind für ihr eigenes Ego sind, die werden die Erfahrungen von Schöpfergöttern in der Dunkelheit machen.
Die Menschheit kennt ja zur Genüge die Geschichten von Göttern, die selbst nie bereit sind, sich ebenfalls dem Gesetz unterzuordnen, sondern die selbst immer über dem Gesetz stehen wollen. Götter, die angehimmelt und angebetet werden wollen, die sich ihnen gehorsame Untertanen erwünschen.
Jahn J Kassl berichtete einmal von folgender Traumszene:
http://lichtweltverlag.blogspot.de/2014/03/das-licht-siegt-sananda.html
„In der letzten Szene sehe ich, wie ein unglaublich heftig geführter Kampf – Mann gegen Mann – mit Schwertern und andere Waffen in einem großen Kaufhaus tobt. Ich bin mitten darin. Klar ist, hier kämpfen die Dunklen gegen die Lichtvollen. Und die Lichtkrieger schienen den Kampf zunächst zu verlieren. Als plötzlich alle Waffen der Dunklen wirkungslos werden. Daraufhin vernichten wir diese Wesen, in dem wir ihnen die Köpfe absebeln.
Ich rufe unseren Lichtkriegern zu, dass die alles, was sie im Geschäft sehen mitnehmen dürfen, denn: „Es gehört euch!“ Dabei sehe ich vor allem Küchengeräte und viele Nespresso-Kaffeeautomaten. (Traum Ende)“
Die Dunkelheit verschwindet ganz automatisch, wenn man Licht in die Dunkelheit bringt. Da bedarf es keiner Vernichtung oder dem Abschlagen irgendwelcher Köpfe. Wenn man in solchen Symbolen träumt, dann möchte man dem alten System gern den Kopf, die Machthaber, abschlagen. Der Wunsch nach einer Entfernung der Machthaber entspringt aber häufig nicht aus einem Wunsch nach der Vergrößerung allgemeiner Freiheit, sondern nur aus dem Wunsch nach einer Vergrößerung persönlicher Freiheit. Dieses Kopfabschlagen symbolisiert meist nur ein Sicherstellen, dass die alten Machthaber aus dem Konkurrenzkampf ausscheiden, aber noch nicht das Erreichen einer höheren Ebene, auf der solche Machtkämpfe nicht mehr stattfinden. Dass in dem Traum auch zur Plünderung aufgerufen wird, ist wohl auch nicht gerade sehr lichtvoll, zeigt es doch gerade noch das Gebundensein an materiellen Besitz an. Aber dadurch, dass man die alten Machthaber besiegt hat, sieht man sich nun als neue Machthaber ebenfalls über dem Gesetz stehend, man nimmt sich einfach, was man eben will. Klingt nicht unbedingt danach, als sei in diesem Traum ein Aufstieg auf die Ebene jenseits von Unterdrückung geglückt, sondern einzig ein „Aufstieg“ von der Ebene der Unterdrückten auf die Ebene der Unterdrücker.
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@luce und eva
Ursprünglich hatte ich an einen torusförmigen Kreisel gedacht, ging aber in der Annahme, dass das Schlag auf Fall für den geneigten Leser etwas zu abstrakt wäre. Dank der unterstützenden Einführung von Eva füge ich das aber gerne der Diskussion noch hinzu.
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Nur eine Anmerkung.
Ist ein Kreis, eine Kugel nicht zu einschränkend, zu begrenzend? Ich sehe da mehr eine Spiralform wie auch vielfach in der Natur. Und: Wie oben, so unten.
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@nywit @evafairycat
Die verschiedenen geometrischen Gebilde sollten hier zunächst nur verschiedene Betrachtungsebenen und Komplexitätsunterschiede zum Ausdruck bringen, die Kugel sollte hierbei nicht den abschließenden Endpunkt einer Steigerung repräsentieren.
Ein Kreisel ist ja zunächst etwas um seinen Mittelpunkt Rotierendes, wobei aber nicht jeder Kreisel eine Kugelform erzeugt.
Eine Spiralform ist zunächst eine komplexere Linie, die, wenn sie in sich selbst zurück gekrümmt wird, einen Ring oder Torus, anstatt eines Kreises, ergibt.
Man kann also in diesem Zusammenhang den nächsten Steigerungsschritt gegenüber der Kreisbahn auch gern in dem Rotieren eines Kreisels erblicken oder im Übergang in eine spiralförmige Bewegung.
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Ja, an einen Torus dachte ich dabei auch. Der war doch auch schon mal im Gespräch die Form des Universums betreffend. Aber nichts Genaues weiß man nicht. Es darf also ruhig spekuliert werden.
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Zum wahren Verstandnis Lucifers erschien 2014 im Christa Falk-Verlag das Buch…
Aannathas~ Der erste Engel Gottes ~!~
~ Aannathas im Vorwort
~ Auch will ich Dir sagen,dass,wenn mein irdischer Name Luzifer oder Lucifer hier in diesem Buch einige Male erscheint,Du keine Angst haben mußt,bedeutet er doch,wie Dir schon gesagt wurde,nur Lichttrager. *Aannathas Lichttrager*.
~ Ich verstehe Dich aber gut,bei all dem,was Du Jahrhunderte lang über mich gehört hast.
Ist Dir mein gottlichter Name fremd,so rufe doch den weiblichten Teil in mir
~Lucia~oder Lucy an.
So werde ich mich freuen,von Dir zu hören.
~ Ich Erz(b)engel Aannathas Lichttrager,ermachtigt von dem einen wahren Gott
der Liebe,Hüter allen Lichts und aller Schatten,segne Dich im Namen Gottes
und gehe an Deiner Seite,denn ich liebe Dich.
Aannathas Lichttrager
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Mit herzlichtem Gruß ~ Please n‘ Peace ~ Go~*ON*~Line ~ ~ An’Anasha ~
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Huch, etwas hoch gedrechselte Sprache für mein einfach konzipiertes Hirni. Aber wenn ich halbwegs richtig verstanden habe, dann sage ich:
Prima. Einverstanden.
Ausnahme:
„Die wirklich einzig wichtigen Schlachten, die es zu schlagen gilt, sind der Kampf gegen die eigenen Irrtümer und die eigene Angst.“
Kampf GEGEN halte ich für wenig fruchtbringend im beabsichtigten Sinne.
Das, was ich nicht will, ins Auge fassen: Ja.
Meine Konsequenzen ziehen und DAS anstreben, was ich WILL……DARUM geht es.
Mein Credo.
.
Was ich bekämpfe, das stärke ich in seiner Absicht.
.
Darum
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Du hast Recht mit Deinen Anmerkungen zur Ausnahme.
Ich hatte ja am Anfang darauf hingewiesen, dass wir uns mit der Vorstellung der Geburt des Antichristen in der Welt des Egobewusstseins befinden. Mit dem Absatz, der mit „Die wirklich einzig wichtigen Schlachten, …“ beginnt, habe ich versucht eine Brücke in diesem Egobewusstsein zu denen zu schlagen, die sich selbst als Lichtkrieger verstehen, so dass diese zumindest einen Wechsel des Objektes, mit dem sie sich da im ständigen Kampf sehen, erwägen, wobei ich auch darauf hinzuweisen versucht habe, dass die Brücke nicht in der Untätigkeit dessen endet, der erwartet, dass andere für ihn tun, was er selbst leisten sollte.
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Noch eine Anmerkung:
Die Kugel ist nicht der einzige manifeste Ausdruck dieses Prinzips.
Der Kreisel ebenso.
Der ein oder andere denke vielleicht an den Film „Inception“ um dieses Bild für sich zu integrieren.
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Hallo Luces :),
ja so ist es!
Gerade zur Weihnachtszeit wäre es hilfreich einmal in sich zu gehen, um seine
Weltsicht zu hinterfragen.
Ich sehe es so, dass beide- Licht- und Dunkelseite- dem Kontrollzwang erlegen sind. Sie möchten an die Macht kommen (Licht“Krieger“), bzw. an der Macht bleiben (Dunkel“Fürsten“).
Wir sind als Menschheit so sehr aus unserem Herzzentrum gerissen, dass wir uns nicht mehr im anderen erkennen. Es macht mich so traurig!
Ich sehne mich so sehr nach Freiheit für uns alle und kann sie doch noch nicht mal für mich selbst grenzenlos leben.
Fee
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